ZME betreibt am Standort Heuchelheim eine Anlage zur sauberen Trennung der Bildröhren-Glassorten. Hierbei werden das bleihaltige Konusglas und das bleifreie Schirmglas effizient und emissionsfrei getrennt und in einem anschließenden Schritt von ihren Belägen (Graphit und Eisenoxid beim Konusglas, Leuchtschicht und Aluminium auf der Innenseite des Schirmglases) gereinigt. Die Trennung erfolgt mittels innovativer Lasertechnik.
Komplette Bearbeitungslinie für Bildröhrengläser
In der mit Laser-Trenntochnologie ausgerüsteten Verarbeitungsanlage von ZME erfolgt die komplette Bearbeitung der Bildröhrengläser in einem durchgehenden Prozess, an dessen Ende die einzelnen Glasfraktionen sauber und "ready for use" (d.h. ohne weitere Bearbeitungsschritte) als Rohstoff für die Abnehmer – größtenteils Bildröhrenglas-Produzenten im asiatischen Raum – zur Verfügung stehen.
Die Vorteile des ZME-Verfahrens:
- aus Abfall entstehen direkt weiterverwendbare Produkte
- der wiederverwertbare Glasanteil konnte auf bis zu 95% gesteigert werden
- die Trennung einer Bildröhre mittels Lasertechnik erfolgt deutlich schneller als mit herkömmlichen Glastrenntechniken
- durch den hohen Automatisierungsgrad der Laseranlage sind gesundheitsgefährdende Einflüsse auf den Anlagenbediener ausgeschlossen
Die Entwicklung der Laser-Trennanlage wurde als Demonstrator für ein vollständiges Bildröhren-Recycling vom Bundesumweltministerium unterstützt. Mit dieser Anlage werden nicht nur wertvolle Ressourcen geschont und die Menge des zu deponierenden Sonderabfalls deutlich reduziert, sondern auch Energie eingespart und klimaschädliche CO2-Emissionen vermieden. ZME leistete mit dieser umfangreichen Investition einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung europäischer Umweltstandards, die sich aus der EU-Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Richtlinie ergeben. |